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Aufführungen | Schauspiel

Gelbes Gold

TiF - Theater im Fridericianum

Wie gelingt die perfekte Pommes-Zubereitung? Um diese zentrale Frage dreht sich alles im Leben von Fritz. Doch die Rückkehr seiner Tochter Ana bringt sein Leben in der Pommesbude ganz schön aus der Balance. Ana kehrt kurz vor ihrem Studienabschluss in der Großstadt wieder zurück in ihre Heimat. Dieser Ort in städtischer Randlage ist für sie eine Art Zwischenreich, das sich durch Stille und Weite, aber vor allem durch kleinbürgerliche Enge auszeichnet. Hier betreibt Anas Vater Fritz inmitten einer Plattenbausiedlung mit Hingabe und Leidenschaft eine mehr schlecht als recht gehende Pommesbude. Fritz’ Lebensgefährtin Mimi, Aushilfe im Imbiss, zeigt für diese verzweifelte Goldsuche jedoch nur wenig Verständnis, hat sie sich doch ein anderes Leben erhofft. Ähnliches gilt für Juli, Anas alte Freundin, die nie rausgekommen ist und in der örtlichen Kita arbeitet. Über der gesamten Szenerie schwebt neben dem Fettgeruch vor allem eine existenzielle Bedrohung durch ein geplantes Outlet-Center und riesige Abrisskräne. Irgendwo im Nirgendwo. Empathie, Schrulligkeit und trotzige Tragik zeichnen Fabienne Dürs Figuren aus. Mit ihrem neuesten Stück Gelbes Gold erzählt sie mit wunderbarer Melancholie und leiser Komik von kleinbürgerlicher Herkunft, vom Scheitern und von geplatzten Lebensentwürfen – lebensnah und einfühlsam. Fabienne Dür wurde 1993 in Berlin geboren und studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der Freien Universität Berlin sowie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie war 2019 Leonard-Frank-Stipendiatin des Mainfranken Theaters Würzburg und erhielt 2021 mit Gelbes Gold eine Nominierung zum Heidelberger Stückemarkt. Tobias Schilling gründete 2016 nach Auslandsaufenthalten und Studium in Wien das freie Theaterensemble distrACT. Er inszenierte zahlreiche Projekte, bevor er 2021 als Regieassistent nach Kassel kam. Nach einigen Folgen Tausend deutsche Diskotheken in der letzten Spielzeit führt er nun Regie bei der Uraufführung Gelbes Gold. Regie: Tobias Schilling Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer Dramaturgie: Katja Prussas
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Ein Mann der Kunst

TiF - Theater im Fridericianum

Er kann schon nerven, dieser Großkünstler KD Pratz, wie er da von den Zinnen seiner Burg hoch über dem Rhein auf die Gegenwart hinabschaut und keinen Zweifel aufkommen lässt: Alles, aber auch wirklich alles hat sich in den letzten Jahrzehnten, seit er mit seinen Bildern die Museen der Welt eroberte, zum Schlechteren entwickelt. Die Kunst der Gegenwart – „genauso kaputt wie die Gesellschaft“. Der emsige Betrieb um sie herum – Laienauftriebe zwischen Häppchen, Prosecco und hohlem Geschwurbel, „Kasperltheater für privilegierte Langweiler“. Die Welt – ein Irrenhaus, in dem Solidarität und Vernunft, Maß und Berechenbarkeit schon lange nicht mehr zählen: „Früher war man sozial. Heute ist man social media!“ In Ein Mann der Kunst konfrontiert der isländisch-deutsche Schriftsteller Kristof Magnusson einen einsamen, weltberühmten Groß-Ego-Künstler mit den Mitgliedern eines Kunstfördervereins. Letztere wollen den Neubau ihres Museums komplett dem Werk des alternden Malers widmen. Doch damit beide Seiten zusammenkommen können, müssen nicht nur schwierige Modalitäten, sondern auch so ziemlich alle derzeit strittigen gesellschaftlichen Fragen ausverhandelt werden. Klingt kompliziert – ist aber vor allem saukomisch. Nicht nur sein Humor, sondern vor allem das handwerkliche Feingefühl der Schauspielführung und die klare Fokussierung auf Figuren zeichnen Regisseur Dariusch Yazdkhasti aus. Geboren in Krefeld und aufgewachsen im Iran, studierte er Kunstgeschichte (!) und Philosophie in Köln sowie Regie in Hamburg. Seither entstanden zahlreiche Inszenierungen u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Staatstheater Mainz und am Staatstheater Braunschweig. Seine Regiearbeit Konstellationen erhielt 2017 den Preis für die beste Inszenierung und den Publikumspreis beim NRW-Theatertreffen. „‚Ein Mann der Kunst‘ ist eine kurzweilige und bitterböse Satire auf den Kunstbetrieb, eitle Künstler und das Bildungsbürgertum, das sich gerne im Glanz der feinen Künste suhlt und sonnt. Absurd, humorvoll und entlarvend.“ WDR 5 Regie: Dariusch Yazdkhasti Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke Video: Konrad Kästner
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Amok

TiF - Theater im Fridericianum

in einer Bühnenfassung von Patricia Nickel-Dönicke und Jan-Christoph Gockel Übernahme der Uraufführung des Theaters Osnabrück Gute Noten, erfolgreich im Job, Lob vom Chef: Sie überzeugt das alles nicht? Sie haben ständig das Gefühl, jemand könnte dahinterkommen, dass sie eigentlich ein Nichtskönner sind? Dann sollten Sie sich das Leben eines echten Hochstaplers ansehen: Bei Jean-Claude Romand beginnt alles ganz harmlos. Eine versäumte Medizin-Klausur, eine kleine Lüge, die größere nach sich zieht und aus dem Fertiggerichte fressenden Studenten Jean-Claude wird ein höchst angesehener WHO-Mediziner mit Familie, dickem SUV und standesgemäßem Haus. Alles – nur nicht Mittelmaß. Doch statt im Büro zu arbeiten, verbringt er seine Zeit im Wald oder im Flughafenhotel vor der Glotze. Er entwickelt 17 Jahre lang ein perfektes Scheinleben, bis der Bluff aufzufliegen droht und er zum fünffachen Mörder wird. Die Abgründigkeit dieser Geschichte scheint von Dostojewski zu stammen und doch hat sie sich 1993 in einem kleinen französischen Ort an der Schweizer Grenze zugetragen. Über sechs Jahre befasste sich der französische Erfolgsautor Emmanuel Carrère mit Jean-Claude Romand. Amok ist nicht nur ein Abend über das erbärmliche Gefangensein eines Hochstaplers in seiner selbst auferlegten Rolle, sondern auch über die erschreckende Faszination des Autors an dem Objekt seiner Dokumentation. Jan-Christoph Gockel verbindet wie nur wenige Regisseure Politik und Poesie. Seine Arbeiten, in denen oft Puppen, Schauspieler:innen, Musik und dokumentarisches Material aufeinandertreffen, wurden für den Nestroy-Preis nominiert, zum Heidelberger Stückemarkt und den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen. Regie: Jan-Christoph Gockel Bühne und Kostüme: Julia Kurzweg Video: Florian Rzepkowski Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke
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Das Kalkwerk

TiF - Theater im Fridericianum

Konrad lebt zusammen mit seiner Frau in einem ehemaligen Kalkwerk. Sie ist auf den Rollstuhl und auf Konrads Hilfe und Pflege angewiesen. Die Außenwelt darf nicht eindringen, alle Kontakte gegen eine scheinbar feindliche Umwelt werden von ihrem Mann so gut es geht unterbunden. Beide haben sich in die absolute Einsamkeit zurückgezogen. Seit Jahren arbeitet Konrad tagtäglich an einer wissenschaftlichen Studie über das menschliche Gehör, wobei er nie wirklich dazu kommt, mit der Niederschrift zu beginnen. Auf eine sadistisch anmutende Art und Weise missbraucht er dabei seine eigene Frau für seine perfiden Experimente: Die Frau, die sich aufgrund ihrer Lähmung der Tortur nicht entziehen kann, muss Aussagen darüber treffen, wie sie welchen Laut wahrnimmt. Dabei führt ihm der körperliche Verfall der Kranken die Hinfälligkeit der menschlichen Natur vor Augen. Er scheitert an seinen eigenen Ansprüchen. Das Streben nach Perfektion endet schließlich in der Weihnachtsnacht in einer Katastrophe, gegen Konrad wird ermittelt … Thomas Bernhard hat mit Das Kalkwerk eine schreckliche Idylle, einen Denk-Kerker und einen Ort der narzisstischen Egozentrik geschaffen. Dabei wird die mystisch-paradoxe Wahrheitssuche Konrads zu einem Psychothriller, der in pandemischen Zeiten die eigene Isolation ins Absurde treibt. Thomas Bernhard gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller. 1970 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, im selben Jahr erschien Das Kalkwerk. Der Roman wird von Regisseur Jan Friedrich auf die Bühne gebracht, der in seinen Inszenierungen Elemente aus Schauspiel und Puppenspiel verbindet und einzigartige Bilderwelten entstehen lässt. Er inszeniert u. a. am Volkstheater Wien, dem Theater Oberhausen und dem Staats-theater Mainz. In Kassel hat er sich in der Spielzeit 2021/22 Tschechows Der Kirschgarten gewidmet. Regie: Jan Friedrich Bühne: Alexandre Corazzola Kostüme: Jan Friedrich Musik: Nicki Frenking Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke
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Faust Gretchen

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„Meine Ruh ist hin“ – einer der Sätze, die bleiben, wenn man sich den Zitatenschatz aus Goethes Faust vergegenwärtigt. Ein Zitat, das das Dilemma Margaretes, genannt Gretchen, widerspiegelt. Der wohlsituierte Gelehrte Dr. Heinrich Faust hingegen ist in der Sinnkrise, verjüngt durch den Bund mit Mephisto drängt es ihn immer weiter zu weltbewegenden Abenteuern und ganz nebenbei zieht ihn das „Ewig Weibliche“ an. Heinrich ist hin- und hergerissen und sucht den Lärm der Welt. Und Gretchen? Goethe hat den realen Fall der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt (1771) in Frankfurt verfolgt, parallel entstand sein Urfaust, der die althergebrachte Faust-Geschichte nunmehr um die Gretchentragödie ergänzt. Angesiedelt zwischen sozialer Situation und tragischer Liebesgeschichte erzählt sie das reale, fatale und ausweglose Schicksal einer jungen Frau jener Zeit. Nicht nur Faust und sein Begehren, sondern die gewaltigen Umstände der Zeit bringen Gretchen zu Fall. Frauen wie Gretchen waren meist unausgebildet, unwissend, abhängig und bedroht von Armut und Elend. Welche Spuren hinterlässt Fausts Vorwärtsdrängen im Leben Gretchens, die in bürgerlichen, aber doch ärmlichen Verhältnissen lebt? Welche Chance hatte sie im Leben und wäre ein sozialer Aufstieg überhaupt möglich gewesen? Eine junge Frau zwischen Begehren, Selbstbehauptung und sozialem Zwang auf der einen Seite und Bürger:innen auf der anderen Seite, die Gretchens Geschichte zu kennen glauben und sie aus ihrer Perspektive nacherzählen. Für Ihre Rolle als Gretchen war Emilia Reichenbach 2022 für den Gustav Rühle Preis nominiert. „Es ist Zeit, dass wir uns auf den Weg machen Gretchen 2021 ihre Würde zurückzugeben“, so Bert Zander, Regisseur und Videokünstler. Seine bisherigen Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Videokunst und Theater waren u. a. an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Burgtheater Wien zu sehen. 2020 realisierte er für 3sat / ZDF Camus’ Die Pest als theatrale Miniserie. Eine Kooperation mit der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e. V. Regie: Bert Zander Bühne & Kostüme: Lene Schwind Schnitt: Fabián Barba Hallal Dramaturgie: Katja Prussas Mitarbeit Regie: Natascha Zander Regieassistenz: Lina Gasenzer
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Der Kirschgarten

Schauspielhaus

„Wir haben Nachtfrost. Drei Grad unter Null, und die Kirschbäume stehen in voller Blüte. Ich kann unser Klima nicht billigen.“ Die Welt ist aus den Fugen in Anton Tschechows Kirschgarten: Gutsbesitzerin Ljubow Ranjewskaja kehrt aus Frankreich zurück in die russische Heimat, zurück zu ihrer Familie, zum Haus ihrer Kindheit mit dem malerischen Kirschgarten. Doch die gute alte Zeit, es gibt sie nicht mehr: Jahrelang haben alle über ihre Verhältnisse gelebt, die sich anbahnenden finanziellen Probleme bewusst ignoriert, lieber dem Hedonismus gefrönt, statt der bevorstehenden Katastrophe ins Auge zu blicken. Bis nur noch eine letzte, radikale Lösung bleibt: Die Abholzung des Kirschgartens, um ihn mit Datschen zu bebauen und an Sommergäste zu vermieten. Eine bittere Vorstellung für Ranjewskaja, die doch so viel Persönliches mit dem Kirschgarten verbindet – bereit, diesen Tribut zu zahlen, ist sie noch lange nicht… Der Kirschgarten zählt zu den meistgespielten Werken Anton Tschechows. Regisseur Jan Friedrich liest den Klassiker als Parabel auf den Klimawandel: Eine herannahende Katastrophe, die es abzuwenden gilt. Ein Zeitfenster zum Handeln, das längst überschritten ist. Menschen, die unfähig sind, das Private, persönliches Lieben und Leiden, hintenanzustellen, um den eigenen Lebensraum zu retten. Einzig der Emporkömmling Lopachin handelt statt bloß zu diskutieren – aber kann die Abholzung eines uralten Kirschgartens eine nachhaltige Lösung sein? Jan Friedrich verbindet in seinen Inszenierungen Elemente aus Schauspiel und Puppenspiel und erschafft so einzigartig bildstarke Welten. Er inszeniert u. a. am Deutschen Theater Berlin, dem Volkstheater Wien, dem Staatstheater Mainz, dem Theater Oberhausen und am Schauspiel Dortmund. Deutsch von Peter Urban Regie und Kostüme: Jan Friedrich Bühne: Alexandre Corazzola Kostüme: Jan Friedrich Musik: Nicki Frenking Licht: Oskar Bosman Dramaturgie: Dirk Baumann
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Bunbury (Ernst ist das Leben)

Schauspielhaus

Deutsche Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch Im Zentrum die Dandys Jack und Algernon, Meister des Doppellebens: Landbewohner Jack hat seinen Bruder Ernst erfunden, um in London inkognito allerlei amourösen Vergnügungen nachgehen zu können. Stadtmensch Algernon wiederum besucht gerne seinen erfundenen Freund Bunbury, um es auf dem Lande recht bunt treiben zu können. Bei Tee und Gurkensandwich will Jack Schluss machen mit dem Lotterleben und hält bei Lady Brecknell in London um die Hand der schönen Gwendolen an. Doch Heirat ist auch immer Geschäft – und als adoptiertes Findelkind ist Jack unzumutbar, das wird also nichts! Enttäuscht kehrt Jack zu seinem Landsitz zurück – doch genau dorthin ist Algernon bereits vorgereist und „bunburysiert“ fleißig, indem er sich als Jacks erfundener Bruder Ernst ausgibt: Bei Tee und Muffins flirtet Algernon schamlos mit Cecily, auf die Jack als Vormund besonders Acht gibt. Außerdem hat Jack seinen Bruder Ernst doch gerade erst für tot erklärt! Als dann auch noch Gwendolen und Lady Brecknell auftauchen, ist das Chaos perfekt: Wer ist wer, wem ist es ernst? Eins ist jedenfalls klar: Cecily und Gwendolen wollen nur einen Mann heiraten, der auch Ernst heißt! Wie praktisch, dass sich beide Männer schnell noch in der örtlichen Kirche umtaufen lassen wollen … Oscar Wilde bringt mit Bunbury oder Ernst sein ist wichtig einen Komödienklassiker, eine Melange aus Verwechslungskomödie und absurdem Nonsens auf die Bühne, die mit brillanten Dialogen noch immer ihresgleichen sucht: Dass die vergnügliche Komödie mit einem Happy End aufwartet, ist unvermeidlich, denn was wäre eine echte Komödie ohne? Christian Weise – der in der Saison 2021/22 Sein oder Nichtsein auf die Bühne brachte – inszeniert Wildes Klassiker als knallbunte Verwechslungskomödie zwischen Schein und Sein und stellt dabei zugleich die Frage nach Frauen- und Männerbildern zwischen tradierten Rollen und gegenwärtigen Genderdebatten. Regie: Christian Weise Bühne: Nina Peller Kostüme: Paula Wellmann Mitarbeit Kostüme: Sandra Maria Paluch Musik: Falk Effenberger Dramaturgie: Dirk Baumann
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Die Verwandlung

Schauspielhaus

Kafka soll, wenn er seine rätselhafte Erzählung im Freundeskreis vorgelesen hat, von Lachkrämpfen geschüttelt worden sein und das, obwohl die Metamorphose des Stoffhändlers Gregor Samsa ein einzigartiger Horrortrip ist. Als Gregor „eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“. Als ekelerregendes, schäbiges und kriechendes Insekt mit Fühlern, Panzer und Flügeln verkümmert Gregor isoliert in seinem Zimmer, nicht nur körperlich sondern auch seelisch. Seine Familie kann seine mysteriöse Wandlung nicht begreifen und ihre Überforderung schlägt von Lieblosigkeit in Bösartigkeit um. Und das, obwohl Gregor nach dem Bankrott des Vaters alle mit seinem Gehalt über Wasser hält. Er arbeitet in einem Job, der ihn quält und einengt. Nun kann er sich aus allen Verpflichtungen ausklinken, aber frei ist er nicht. Alle ekeln sich vor ihm und er wird für sein soziales Umfeld zu einer schrecklichen Last. Samsas Isolation und seine körperliche wie seelische Verkümmerung und seine zunehmende Ausgezehrtheit sowie die mangelnde Empathie, die ihm widerfährt, ist 2021 erschütternd realistischer Horror. Den belgischen Regisseur, Autor und Schauspieler Stef Lernous, dessen Arbeit durch Einflüsse der Schauerliteratur und des Horrorgenres geprägt ist, fasziniert die Welt hinter der Welt, die instabile Wirklichkeit und der schwarze Humor Kafkas. Und fragt: Ist nicht jeder Monster und Opfer zugleich? Stef Lernous ist künstlerischer Leiter des belgischen Theaterensembles Abattoir Fermé und arbeitet seit 2016 in Deutschland am Berliner Ensemble, am Theater Freiburg und nun am Staatstheater Kassel. Er erhielt den Flämischen Kulturpreis und wurde für den Europäischen Theaterpreis nominiert. Regie: Stef Lernous Bühne und Lichtdesign: Sven van Kuijk Kostüme: Stef Lernous Dramaturgie: Katja Prussas In Kooperation mit Abattoir Fermé (Belgien)
Aufführungen | Schauspiel

Etwas besseres als den Tod finden wir überall

Schauspielhaus

„Wer singt, der ist nicht tot.“ Das sagt sich auch Esel Grau, dem die Welt ausgestorben und leer erscheint. Doch er will sich nicht unterkriegen lassen und erhebt seine Stimme. Hund Schlau stimmt ein, denn den Wohl- und Stillstand seiner Herren zu bewachen ist ihm nicht weiter möglich, seit sich sein Leben überraschend ins Transzendente geöffnet hat. Knapp der Suppenschlachtung entflogen, setzt sich Huhn Kommun gegen Massentierhaltung und für eine Solidarität der Arten ein. An der Küste ziehen die diskussionsfreudigen Tiere eine von Schuldgefühlen geplagte schwangere Katze aus dem Meer. Sie fragt ihre Retter erstaunt: Warum singt ihr, wenn ihr doch die Zustände ändern wollt? Die Ausgebeuteten schließen sich zusammen, wagen den Aufstand und entsagen ganz nebenbei der Kunst. Denn wir finden uns im Theater wieder: Müller und Müllerin reflektieren als Publikum die dargebotenen Szenen und relativieren ihre Rolle in dem tragischen Geschehen. Hinter der Bühne und unter den Masken blitzen menschliche Erfahrungen von Überforderung und Ratlosigkeit auf. Als ausgelassene Umsturzphantasie, in der Parabel vom Realismus befreit, feiert Dramatiker Martin Heckmanns den Übermut, die Widersprüche und die Auseinandersetzung in einer angstgeprägten und krisengebeutelten Zeit. Friederike Heller (Arbeiten u. a. bei den Salzburger Festspielen, Wiener Burgtheater, Schauspielhaus Hamburg, Residenztheater München, Staatsschauspiel Dresden und ab 2022 Professorin für Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) inszeniert das neue Stück des renommierten Dramatikers Martin Heckmanns, dessen Stücke in den letzten Jahren in Zürich, Wien, Dresden, Berlin, Stuttgart uraufgeführt wurden. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildnerin Sabine Kohlstedt und Musikerin Masha Qrella, die eigens für dieses Singspiel neue Musik komponieren und live spielen wird, begibt sich Heller mit Humor und Abgründigkeit auf eine ereignishafte Reise. Regie: Friederike Heller Bühne und Kostüme: Sabine Kohlstedt Komposition und Live-Musik: Masha Qrella Licht: Brigitta Hüttmann Dramaturgie: Katja Prussas
Aufführungen | Musical

Next to Normal

Opernhaus

Deutsch von Titus Hoffmann Original-Broadwayproduktion von David Stone, James L. Nederlander, Barbara Whitman, Patrick Catullo und Second Stage Theatre Die Integrität einer Gesellschaft zeigt sich am Umgang mit denen, die nicht ganz normal sind. Nicht den gesellschaftlichen oder medizinischen Normen zu entsprechen, bedeutet allzu oft Ausgrenzung und Stigmatisierung – doch was fängt man mit einer Normalität denn überhaupt an, die sich als hochgradig toxisch entpuppen kann? Next to normal erzählt die Geschichte einer „fast normalen“ vierköpfigen Familie – scheinbar durchschnittlich, gewöhnlich, konventionell. Erst bei näherer Betrachtung wird sichtbar, welche Auswirkungen die psychische Krankheit der Mutter Diana Goodman auf das Familienleben hat: Ehemann Dan versucht die Familie zusammenzuhalten, Tochter Natalie sucht als Musterschülerin die Anerkennung, die sie zu Hause vermisst, und rutscht doch in die Drogen- und Medikamentenabhängigkeit ab. Und Sohn Gabe? Auch bei ihm läuft einiges nicht ganz „normal“. Next to Normal bringt die extremen Gefühlsschwankungen von Dianas bipolarer Störung auf die Bühne. Dabei spielen Trauer und Verlust eine ebenso zentrale Rolle wie Konflikte durch ihre psychiatrische Behandlung. Entsprechend groß ist auch die musikalische Bandbreite des Stücks: Von einfühlsamen Balladen bis zu mitreißenden Songs mit großen Musical-Finali bringt Next to Normal die ganze Klaviatur menschlicher Emotionen auf die Bühne. In diesem Sinne brachte es die New York Times auf den Punkt: es sei mehr als ein „Feel-Good-Musical – es ist ein Feel-Everything-Musical!“ Das Rock-Musical feierte 2009 am Broadway seine fulminante Premiere und kassierte zahlreiche Preise: unter anderem drei Tony Awards und den Pulitzer Preis – eine Auszeichnung, die einem Musical nur selten zuteil wird. Am Staatstheater Kassel konnte diese Produktion in der Spielzeit 2020/21 coronabedingt nicht realisiert werden und kommt nun endlich zu ihrer feierlichen Premiere. Für die Regie zeichnet sich der in Kassel bereits bekannte Regisseur Philipp Rosendahl verantwortlich – und kehrt so einmal mehr an seine langjährige Wirkungsstätte zurück. Musikalische Leitung: Peter Schedding, Donato Deliano Inszenierung: Philipp Rosendahl Bühne und Kostüme: Brigitte Schima Licht: Marie-Luise Fieker Dramaturgie: Felix Linsmeier Movement Director: Constantin Hochkeppel
Aufführungen | Oper

Götterdämmerung

Opernhaus

Der Ring des Nibelungen Dritter Tag: Götterdämmerung Die mächtigste Parabel für die Selbstzerstörungskräfte des Kapitalismus stammt aus dem Revolutionsjahr 1848: Mit dem Untergang der Götter geht nicht nur die Burg Walhall in Flammen auf, sondern auch der Mythos von der unbegrenzten Akkumulation – nur um das ewige Spiel um Macht und Besitz erneut beginnen zu lassen. Kurz vor dem ersten Lockdown der Corona-Pandemie feierte die Kasseler Götterdämmerung im März 2020 im letztmöglichen Augenblick Premiere und komplettierte den neuen Kasseler Ring von GMD Francesco Angelico und Regisseur Markus Dietz. In pandemischen Zeiten durch die schieren Dimensionen des Werks zunächst unmöglich geworden und daher umso heißer ersehnt, holt das Staatstheater Kassel den vierten Teil der Tetralogie nun erst recht erneut ins Repertoire, bevor der Kasseler Ring 2023 in zwei eigenständigen Zyklen auf die Opernbühne kommt. Und wie es sich für den fulminanten Abschluss des legendärsten Opernzyklus’ der Musikgeschichte gehört, geht es eben um nicht weniger als die ganze Welt: In diesem Sinne ist die Götterdämmerung zum geflügelten Wort für den apokalyptischen Untergang von Welten und ihren Ordnungssystemen geworden. Siegfried, der strahlende Held, erliegt in der Götterdämmerung dem Fluch des Rings. Dass in der schändlichen Intrige um Siegfried und Brünhilde mithilfe der Tarnkappe und der folgenden schrecklichen Gewaltspirale mehr steckt als ein Individualdrama, sondern Richard Wagner vielmehr sein psychologisches Leitmotivgeflecht als große Parabel auf die Wirtschaftsordnung der industri- alisierten Gesellschaft engführt, hat Deutungen dieses Werks zu großen politischen Lesarten angestiftet. Markus Dietz konzentriert die Wagner’sche Perspektive und erweitert sie durch partizipative Momente: Denn die Verführungskraft des Rings betrifft jedes Individuum! Die Götterdämmerung ist eine PLUS-Produktion. Die Inszenierung greift Bühnenelemente anderer Teile der Kasseler Inszenierung vom Ring des Nibelungen auf, die Bühnenbildnerin von Rheingold und Siegfried ist Ines Nadler. Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Mario Hartmuth Inszenierung: Markus Dietz Bühne: Mayke Hegger Kostüme: Henrike Bromber Dramaturgie: Christian Steinbock Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Aufführungen | Schauspiel

Die Dreigroschenoper

Opernhaus

nach John Gays The Beggar’s Opera übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann Musik von Kurt Weill Die aufsehenerregende Uraufführung der Dreigroschenoper fiel in eine Zeit, in der die Welt im Umbruch war. 1928 steuert die labile Gesellschaft rückwärtsgewandt und voller Zukunftsangst bereits fatal auf die Katastrophe zu. In ihrer Aktualisierung der berüchtigten Beggar’s Opera verwirklichen Bertolt Brecht und Kurt Weill erstmals die Idee eines epischen Musiktheaters, das mit verfremdend-reflektierendem Blick die gesellschaftlichen Zustände seziert. Dass sie sich in Orchesterbesetzung, Harmonik und Sujet bewusst gegen die Konvention stellen und dabei dennoch das beliebteste Musiktheaterwerk des 20. Jahrhunderts mit zeitlos-populären Gassenhauern kreieren, gehört zu den produktivsten Paradoxien der Operngeschichte. Das Werk erzählt von der Liebe des Mörders, Zuhälters und Brandstifters Mackie Messer zu Polly Peachum, der Tochter des Londoner Bettelunternehmers; von Freundschaft und Verrat – weil die Welt eben arm und der Mensch schlecht ist. Sie erzählt von der Einsamkeit in der Großstadt, von der Entfremdung des Menschen – und von den Verhältnissen, die eben sind, wie sie sind. Vom ruppigen Populismus der Privilegierten bis zur fantastisch-absurden Begnadigung des Oberverbrechers; von der nicht auszutreibenden Bürgerlichkeit bis zu großen Partys in Zeiten absoluter Alternativlosigkeit ist dieses Glanzstück für Schauspieler:innen nun, zu Beginn der ‚neuen‘ 20er Jahre, aktuell und prophetisch wie nie. Eine „melancholische Revue“, so Regisseur Martin G. Berger, dessen bisherige Arbeiten in Oper, Musical und Schauspiel unterstreichen, dass für ihn „Anspruch und Unterhaltung keine Gegensätze“ sind. 2020 erhielt er für seine Weimarer Inszenierung von Ariadne auf Naxos den Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Ab der Spielzeit 2021/22 ist er neuer Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Die Dreigroschenoper ist eine gemeinsame Produktion von Schauspiel und Musiktheater. Musikalische Leitung: Peter Schedding Regie: Martin G. Berger Bühne: Sarah-Katharina Karl Kostüme: Regine Standfuss Choreografie: Mattia De Salve Dramaturgie: Katja Prussas, Sarah Schnoor Licht: Jürgen Kolb Die Dreigroschenoper ist eine gemeinsame Produktion von Schauspiel und Musiktheater.
Aufführungen | Oper

Pique Dame

Opernhaus

Libretto von Modest Tschaikowsky nach der gleichnamigen Erzählung von Alexander Puschkin Ein Außenseiter mit Aufstiegsambitionen kommt in einen Familienverbund und verliebt sich in die Tochter des Hauses. Hermann lernt schnell und macht sich die Logiken und Glaubenssätze dieser Welt zu eigen – und so dringt er an Lisas Verlobungstag mit Jeletzki in ihre Privatsphäre ein, um ihr seine Liebe zu gestehen. Doch aller Erwartungen zum Trotz: Lisa liebt Herrmann auch – und einen Augenblick lang scheint das Glück der beiden zu gelingen. Doch das genügt dem Protagonisten nicht. Eine unstillbare Obsession wuchert in ihm, denn die alte Gräfin und das Geheimnis um ihren Erfolg im Glücksspiel machen ihn schier wahnsinnig, sodass er alles aufs Spiel setzt und schließlich ins Verderben stürzt. Auch mit dieser faszinierenden Erzählung um gesellschaftliche sowie psychologische Zwänge hat sich Alexander Puschkin zum Erneuerer der russischen Literatur gemacht. Dass die sozialen Ordnungen doch stärker sind als jeder noch so vehemente individuelle Versuch, das Glück zu forcieren, durchzieht auch Peter I. Tschaikowskys dreiaktige Oper von 1887, die – neben einer genauen Figurenpsychologie im Klangidiom der russischen Romantik – auch mit einem waschechten Showdown am Kartentisch aufwartet. Als klassisches ‚Chefstück‘ wird Pique Dame von Generalmusikdirektor Francesco Angelico musikalisch geleitet. Die junge Regisseurin Ariane Kareev hat sich in der Spielzeit 2021/22 bereits mit dem szenischen Liederabend Kriegsspiele dem Kasseler Publikum vorgestellt und verantwortet mit Pique Dame nun ihre erste Inszenierung auf der großen Opernbühne. Musikalische Leitung: Francesco Angelico Musikalische Assistenz und Nachdirigat: Kiril Stankow Regie: Ariane Kareev Bühne: Lina Oanh Nguyen Kostüme: Mechthild Feuerstein Dramaturgie: Kornelius Paede Video: Konrad Kästner Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti Chorassistenz: Martin Forciniti Circus Outside Eye: Josa Kölbel In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Oper

Fleisch & Geist

Opernhaus

Eine Produktion von Nico and the Navigators, Heinrich Schütz Musikfest | SCHÜTZ22, Kasseler Musiktage, Staatstheater Kassel und Theater Altenburg Gera „Hütet euch, dass eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen …“ Die Berliner Musiktheater-Kompanie “Nico and the Navigators”, die für ihren ebenso eigenwilligen wie sinnstiftenden Zugriff auf tradierte Kompositionen bekannt ist, widmet sich anlässlich des 350. Todestages von Heinrich Schütz dem Werk des frühbarocken Komponisten. Schütz erhielt seine musikalische Ausbildung in Kassel, bevor er in Venedig den italienischen Stil studierte. Jahrzehntelang prägte er als Hofkapellmeister das Musikleben in Dresden, ehe er sich in Weißenfels zur Ruhe setzte. Mit seinen Madrigalen und Motetten, seinen Symphoniae Sacrae und Passionen sowie seiner heute weitgehend verlorenen weltlichen Musik hatte er bereits europäische Bedeutung erlangt. Das szenische Projekt Fleisch und Geist fragt nach inneren und äußeren Koordinaten seiner Kunst, nach himmlischem Glauben und irdischem Begehren und nach dem gegenwärtigen Widerhall einer solchen Haltung. Am Ende der Gutenberg-Galaxis wird dabei noch einmal der Bücherkosmos vermessen, aus dessen Worten Schütz und seine Zeitgenossen ihre geistlichen und weltlichen Werke schöpften. Die historisch informierte Aufführungspraxis dient dabei nicht als unerschütterlicher Sockel eines Denkmals, sondern als vibrierende Plattform für die Wiederbelebung des Künstlers in seinen und unseren Klangwelten, die sich in unterschiedlichen Spielformen – Musik, Tanz, Gesang, Sprache – auf Augenhöhe begegnen. „So seid nun wacker allezeit und betet, dass ihr würdig werden möget …“ Musikalische Leitung: Elfa Rún Kristinsdóttir Künstlerische Leitung: Nicola Hümpel Bühne: Oliver Proske Licht: Oskar Bosman, Brigitta Hüttmann Dramaturgie: Andreas Hillger
Aufführungen | Schauspiel

Amok

Schauspielhaus

Gute Noten, erfolgreich im Job, Lob vom Chef: Sie überzeugt das alles nicht? Sie haben ständig das Gefühl, jemand könnte dahinterkommen, dass sie eigentlich ein Nichtskönner sind? Dann sollten Sie sich das Leben eines echten Hochstaplers ansehen: Bei Jean-Claude Romand beginnt alles ganz harmlos. Eine versäumte Medizin-Klausur, eine kleine Lüge, die größere nach sich zieht und aus dem Fertiggerichte fressenden Studenten Jean-Claude wird ein höchst angesehener WHO-Mediziner mit Familie, dickem SUV und standesgemäßem Haus. Alles – nur nicht Mittelmaß. Doch statt im Büro zu arbeiten, verbringt er seine Zeit im Wald oder im Flughafenhotel vor der Glotze. Er entwickelt 17 Jahre lang ein perfektes Scheinleben, bis der Bluff aufzufliegen droht und er zum fünffachen Mörder wird. Die Abgründigkeit dieser Geschichte scheint von Dostojewski zu stammen und doch hat sie sich 1993 in einem kleinen französischen Ort an der Schweizer Grenze zugetragen. Über sechs Jahre befasste sich der französische Erfolgsautor Emmanuel Carrère mit Jean-Claude Romand. Amok ist nicht nur ein Abend über das erbärmliche Gefangensein eines Hochstaplers in seiner selbst auferlegten Rolle, sondern auch über die erschreckende Faszination des Autors an dem Objekt seiner Dokumentation. Jan-Christoph Gockel verbindet wie nur wenige Regisseure Politik und Poesie. Seine Arbeiten, in denen oft Puppen, Schauspieler:innen, Musik und dokumentarisches Material aufeinandertreffen, wurden für den Nestroy-Preis nominiert, zum Heidelberger Stückemarkt und den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen. „Den Schauspielern Clemens Dönicke und Dietmar Nieder gelingt eine intelligente, unterhaltsame Gratwanderung: Man kommt dem notorischen Lügner und angeblichen Arzt Jean-Claude Romand als Menschen nahe, ohne dass dessen Taten verharmlost würden.“ Süddeutsche Zeitung Regie: Jan-Christoph Gockel Bühne und Kostüme: Julia Kurzweg Video: Florian Rzepkowski Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke Regieassistenz und Leitung der Übernahme: Josef Zschornack
Aufführungen

neue Veranstaltung

Opernhaus

Aufführungen | Schauspiel

How to Gatsby

TiF - Theater im Fridericianum

Great, Greater, Gatsby! Wie lässt man es eigentlich so richtig krachen? Was braucht es für den perfekten Auftritt, die überzeugendste Performance, die unvergessliche Party? Wir schreiben die goldenen 20er Jahre – der Romanheld Jay Gatsby lebt DEN amerikanischen Traum: Villa mit Meerblick, schnelle Autos und rauschende Nächte. Doch nichts kommt von ungefähr: Von Jugend an hat Gatsby sein selbstsicheres Auftreten geübt, um einen gesellschaftlichen Aufstieg vorzubereiten. Gatsby wähnt sich auf der Seite der Gewinner. Doch je höher das Ziel, desto tiefer der Fall? Welchen Preis zahlt man für den Traum von never-ending Fame and Glory? How to Gatsby entfaltet ein buntes, groteskes Spiel um Langeweile und Selbstoptimierung, um Privilegien und soziales Urteil, um Performance und Rausch. Regie und Bühne: Benjamin Hoesch, Barbara Frazier Dramaturgie: Bernadette Binner
Aufführungen | Schauspiel

Dark Matter // Dunkle Materie

TiF - Theater im Fridericianum

Ein abgestürzter Satellit. Auf ihm gespeichert: geheime Daten, Messwerte und Geschichten. Auf ihm eine Inschrift: „DARK MATTER“. Ein Countdown: 1 Stunde 15 Minuten. So lange bleibt Zeit, um das Gespeicherte abzulesen. Doch auf dem Satelliten befinden sich unfassbar große Datenmengen – Verschwundenes, Verborgenes, Verdrängtes. Der Countdown läuft: Wir müssen uns entscheiden, welche Geschichten die Maschine sichtbar werden lassen soll. Und dann ist die Zeit auch schon abgelaufen und ––– Im Jahr 1938 baute die zehnjährige Vera Rubin zusammen mit ihrem Vater ihr erstes Teleskop. Über 20 Jahre später macht die Astronomin eine der wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts: Sie findet Beweise für die Existenz einer „dunklen Materie“, eine... Regie: Anna Malena Große Bühne und Kostüme: Lisa Rüger Dramaturgie: Bernadette Binner
Aufführungen | Theater

TiF - Theater im Fridericianum

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.
Aufführungen | Gala

Abschluss-Gala

Bad Hersfelder Festspiele

Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben Ein zauberhaftes, außergewöhnliches Konzert mit klassischen und modernen Orchesterstücken, Soli, Duetten und hinreißenden Ensemble-Nummern. Es spielt das großartige Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben. Mitwirkende der 71. Bad Hersfelder Festspiele präsentieren Lieblings-Songs, vom Chanson über Rock und Pop bis hin zu Klassik und die Festspiel-Saison und die Gala enden mit einem Feuerwerk. Im Rahmen der Abschluss-Gala wird außerdem der begehrte Zuschauerpreis verliehen.

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