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Literatur | Lesung

Wut!

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

"Ich habe meine Wut genährt wie eine Wölfin ihr Junges, und ich habe Erleuchtung, Lachen, Schutz und Wärme gefunden, wo es kein Licht gab, keine Nahrung, keine Schwestern und keine Zuflucht." - Audre Lorde - Die Wut hat einen schlechten Ruf. Wer diesem explosivsten aller Gefühle nachgibt, hat sich nicht im Griff, gilt als primitiv und böse. Der vernünftige Mensch bleibt im 21. Jahrhundert stets gelassen. Dabei steckt die Wut, dieses Feuerwerk an Energie, hinter jedem Geistesblitz und den Revolutionen, die unsere Welt geformt haben. Johanna Kuroczik zeichnet in ihrem brillanten kulturhistorischen Essay ein differenziertes Bild der "Ira", der biblischen "Todsünde". Kann die Wut, als Motor für Veränderungen, auch Gutes bewirken? Was verrät uns die Neurowissenschaft über diese kraftvolle Emotion, und wie kann es gelingen, positiv mit ihr umzugehen und sie sogar konstruktiv zu nutzen? JOHANNA KUROCZIK studierte in Leipzig Humanmedizin, mit Stationen in Jordanien, Indien und Australien, und arbeitete als Ärztin in einer psychiatrischen Klinik in Berlin. Es folgten Hospitanzen bei renommierten Zeitungen. Seit 2019 ist sie Redakteurin im Ressort Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Sonntagszeitung. Das Gespräch wird moderiert von Dirk Pörschmann. Anmeldung unter museum@sepulkralmuseum.de oder Tel. 0561 / 918 93 15
Literatur | Lesung

Ende in Sicht

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

mit Wolfgang George Kennzeichen unserer Zeit ist das Wachstum alles "Menschengemachten"bei gleichzeitigem Verlust des "Natürlichen". Deswegen wird vom Erdzeitalter des Anthropozäns gesprochen. Die Folgen dieser Entwicklung sind unübersehbar – in Gestalt von Krisen mit bereits heute irreversiblen globalen Schäden: Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch, Klimawandel und soziale Verwerfungen. Die Abendveranstaltung schließt an dem Wissen um die hervorragende Bedeutung einer bewusst geführten Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Endlichkeit an. Dabei sollte diese prozesshafte Auseinandersetzung dringender denn je sein, als eine der Voraussetzungen eines aufgeklärten Erwachsenenverständnisses, denn (auch) diese begründet seine soziale Resonanzfähigkeit und auch das ökologische Mit- und Umweltverständnis. An dieser Prämisse Anschluss nehmend, steht der Versuch der Beantwortung der Frage im Mittelpunkt der Abendveranstaltung, welchen Beitrag insbesondere die (Erwachsenen-) Bildung, für eine gelungene Auseinandersetzung beitragen kann. Damit die Menschen nicht nur über gültiges Wissen verfügen, sondern dieses auch Alters-, Lebenslagen und Biographie gerecht einsetzen können. Als ein mögliches thanatagogisches Hilfsmittel hierfür soll auch das in diesem Jahr 2022 als Sammelband erschienene Buch Fehlendes Endlichkeitsbewusstsein und die Krisen im Anthropozän verstanden werden. Das Buch wird daher kurz vorgestellt und von den Teilnehmer*innen diskutiert. In drei weiteren Vorträgen wird schließlich aufgezeigt, welche Praxis sich hieraus ergeben könnte. In der abschließenden Aussprache mit den Gästen soll überlegt werden, wie eine Mulitplikation des Anliegens in Bildungseinrichtungen, Ausbildungsstätten, in der eigenen Arbeitswelt, etc. praktisch gelingen könnte. Programm 18:30 Uhr Begrüßung, Ziele und Ablauf 19:00 Uhr Ziele, Inhalte und Autor*innen des Buches "Ende in Sicht. Fehlendes Endlichkeitsbewusstsein und die Krisen im Anthropozän" Wolfgang George 19:30 Uhr Beitrag der Kultur Dirk Pörschmann 19:50 Uhr Beitrag der Erwachsenenbildung Alexandra Hessler 20:20 Uhr Wie könnte in den Gemeinden und Regionen vorgegangen werden? Offene Gesprächsrunde mit Stephan Hadraschek, Alexandra Hessler Wolfgang George, Dirk Pörschmann Moderatorin: Doris Kreinhöfer Referent*innen Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel Stephan Hadraschek, Autor, Bestatter Prof. Dr. Wolfgang George, Herausgeber und Autor, Medizinisches Seminar George, Gießen Dr. Alexandra Hessler, Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Erwachsenbildung, Kempen Moderatorin: Doris Kreinhöfer, Autorin, Leuchtfeuer Hospiz, Hamburg Eintritt mit Tagesticket (ermäßigt/ regulär) frei! Anmeldung unter museum@sepulkralmuseum.de oder 0561 / 918 93 15
Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

Culturall.info - Buchtipps

August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

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Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

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Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

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Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Literatur | Lesung

Herzgeschichten

Bad Hersfelder Festspiele

Ingrid Steeger und Festspielintendant Joern Hinkel lesen Briefe, Tagebücher, Gedichte und Notizen über berühmte Liebesbeziehungen aus drei Jahrhunderten, mal heiter und unterhaltsam, mal berührend und tieftraurig.
Literatur | Lesung

Lebe wohl und liebe mich!

Bad Hersfelder Festspiele

Goethe und die Vulpius mit Nina Hoger und Ilja Richter Textfassung: Sylvia Hoffmann Goethe lobte Würste und Schweinskopf, die Christiane ihm schickte und sie träumte von gemeinsamen „Schlampampstündchen“. „Eine abenteuerliche Beziehung“ nannten Zeitgenossen die Verbindung des großen Dichters mit der schlichten Christiane Vulpius. Doch diese Beziehung und Ehe dauerte bis zu Christianes Tod. 28 Jahre lang. Ein Rätsel? Aus den erhaltenen 600 Briefen, also mit Goethes und Christianes eigenen Worten, filterte Sylvia Hoffman einen Dialog, der in der nachdenklich amüsanten Interpretation von Ilja Richter und Nina Hoger in das Geheimnis dieser Beziehung führt. Foto Nina Hoger: © Mario Erdmann Foto Ilja Richter: © Hannes Caspar
Literatur

Kirchner and Nolde. Expressionism. Colonialism

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Zwei Schlüsselfiguren des Expressionismus im Kontext des deutschen Kolonialismus Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) lebten zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft, die sie sozialisierte und prägte. Der Band thematisiert ihre intensive Beschäftigung mit Kunst und Kultur aus anderen Teilen der Welt und betrachtet ihre Werke im historischen und ideologischen Kontext des ausgehenden Kaiserreichs.
Literatur

Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten

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Mein Gegenprogramm - für Gemeinsinn und Zusammenhalt Urban, divers, kosmopolitisch, individualistisch – links ist für viele heute vor allem eine Lifestylefrage. Politische Konzepte für sozialen Zusammenhalt bleiben auf der Strecke, genauso wie schlecht verdienende Frauen, arme Zuwandererkinder, ausgebeutete Leiharbeiter und große Teile der Mittelschicht. Ob in den USA oder Europa: Wer sich auf Gendersternchen konzentriert statt auf Chancengerechtigkeit und dabei Kultur und Zusammengehörigkeitsgefühl der Bevölkerungsmehrheit vernachlässigt, arbeitet der politischen Rechten in die Hände. Sahra Wagenknecht zeichnet in ihrem Buch eine Alternative zu einem Linksliberalismus, der sich progressiv wähnt, aber die Gesellschaft weiter spaltet, weil er sich nur für das eigene Milieu interessiert und Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft ignoriert. Sie entwickelt ein Programm, mit dem linke Politik wieder mehrheitsfähig werden kann. Gemeinsam statt egoistisch.
Literatur

Ralph Knispel: Rechtsstaat am Ende

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Ein Oberstaatsanwalt schlägt Alarm »Oberstaatsanwalt Ralph Knispel findet für die Zustände in der Justiz drastische Worte.« Jeden Tag erlebt Oberstaatsanwalt Ralph Knispel den Bankrott von Recht und Gesetz aufs Neue. Hier legt er offen, wie es um die deutsche Justiz wirklich steht. Und entwickelt konkrete Ideen, mit denen sich die verlorene Macht zurückgewinnen lässt. Die Zustände sind besorgniserregend. Seit Jahren sind Polizei und Justiz dramatisch unterbesetzt. Tatverdächtige werden aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Anteil aufgeklärter Straftaten geht zurück, Haftbefehle werden nicht vollstreckt. Die Folge: Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in unser Rechtssystem. Ralph Knispel, der seit fast drei Jahrzehnten bei der Berliner Staatsanwaltschaft tätig ist, schlägt Alarm. Er berichtet von den eklatanten Fehlentwicklungen bei der Strafverfolgung, aber zeigt auch, dass es durchaus Lösungen gibt, damit der Rechtsstaat seine Pflichten gegenüber den Bürgern wieder erfüllen kann.
Literatur

Constantin Schreiber: Die Kandidatin

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Ein Land am Abgrund. Eine Gesellschaft zwischen Hoffnung und Hass. Und eine muslimische Frau auf dem Weg zur Macht. Deutschland in ungefähr dreißig Jahren, kurz vor der nächsten Bundestagswahl. Die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten an der Regierungsspitze ist Sabah Hussein. Feministin, Muslimin, Einwandererin, Mitglied der Ökologischen Partei. Aber nicht alle wollen sie gewinnen sehen und arbeiten mit allen Mitteln daran, Sabah Husseins Wahl zu vereiteln, während die Gesellschaft immer weiter auseinander bricht. Der Bestsellerautor, Grimme-Preisträger und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber legt nach seinen erfolgreichen Sachbüchern mit Die Kandidatin einen rasanten und dramatischen Roman vor, nach dessen Lektüre man anders in die Zukunft schaut. »Ich wollte mir eine veränderte fiktive Welt ausmalen, wollte bestimmte politische Forderungen aus dem Diskurs von heute szenisch in die Zukunft übersetzen.« Constantin Schreiber
Literatur | Lesung

APPH Herbstforum: Selbstbestimmt bis zuletzt?

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

Zur aktuellen Debatte um den assistierten Suizid Die Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit Nordhessen (APPH e.V.) ist ein Verein von Gleichgesinnten, denen die Verbreitung des Hospizgedankens und die Verbesserung der Palliativversorgung am Herzen liegt. Neben regelmäßig stattfindenden Aus-, Fort- und Weiterbildungen findet einmal jährlich das Herbstforum mit wechselnden Schwerpunktthemen statt. In diesem Jahr richtet das Herbstforum den Blick auf den assistierten Suizid. Am 26.02.2020 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das erst 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB) für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Zugleich hat das Gericht ein weitreichendes Recht auf die Inanspruchnahme freiwillig geleisteter Suizidhilfe festgestellt. Die eingeladenen Referenten zeigen unterschiedliche Sichtweisen und Möglichkeiten auf, mit dem Urteil des BVerfG umzugehen. Das Herbstforum der APPH Nordhessen ist diesmal zu Gast im Museum für Sepulkralkultur, und zwar inmitten der Ausstellung Suizid – Let’s talk about it! Durch die Möglichkeit der Hybrid-Technik wird das Herbstforum der APPH mit unbegrenzter Zuschauer*innenzahl live übertragen. Fragen und Anregungen aus dem Online-Publikum können in die Veranstaltung einfließen. Und auch die Ausstellung Suizid – Let’s talkabout it! kann digital besucht werden. Die Beiträge der vier Vortragenden dauern je 20 min. Im Anschluss findet jeweils eine zehnminütige Frage- und Gesprächsrunde mit den Gästen statt. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen im Museum für Sepulkralkultur nachzudenken und zu diskutieren und uns dabei von der Ausstellung inspirieren zu lassen. Dr. Markus Schimmelpfennig führt Sie durch das Programm und moderiert die Diskussionsrunde vor Ort im Museum. Dr. Beatrix Ahr nimmt als Publikumsagentin die Fragen und Anregungen der digital zugeschalteten Gäste auf. Referent*innen: Dr. med. Dietmar Beck, Palliativmediziner, ehemaliger Leitender Arzt im Palliative-Care-Team Stuttgart Dr. med. Nina-Kristin Eulitz, Palliativmedizinerin, Leitende Ärztin Palliativmedizin Marienkrankenhaus Kassel Prof. Dr. Reinhard Lindner, Professor für Soziale Therapie, Institut für Sozialwesen, Universität Kassel Prof. Dr. phil. Alfred Simon, Leiter der Akademie für Ethik in der Medizin Göttingen Moderation: Dr. med. Markus Schimmelpfennig, Krankenhaushygiene Marienkrankenhaus Kassel Dipl. Theol. Pastoralreferentin Beatrix Ahr, Katholische Kirche Kassel Gastgeber: Museum für Sepulkralkultur Veranstalter: Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit Nordhessen e.V. Programm Ab 15:00 Uhr Besuch der Ausstellung vor Ort/ Digitaler Besuch der Ausstellung (Teil 1) 15:30 – 15:45 Begrüßung durch das Museumsteam 15:45 – 16:15 Prof. Alfred Simon Die ethische und rechtliche Debatte zum assistierten Suizid in Deutschland 16:15 – 16:45 Prof. Dr. Reinhard Lindner Umgang mit Todeswünschen, Wege der Suizidprävention 16:45 – 17:15 Kaffeepause/ Besuch der Ausstellung vor Ort/ Digitaler Besuch der Ausstellung Suizid (Teil 2) 17:15 – 17:45 Dr. Dietmar Beck Zur aktuellen Debatte um den assistierten Suizid – die Sicht eines Palliativmediziners 17:45 – 18:15 Dr. med. Nina-Kristin Eulitz Fallarbeit und Erfahrungen über Fragen und Grenzen der Suizidhilfe und ärztlichen Prävention 18:15 – 18:45 Diskussion mit allen Teilnehmenden / Hybrid 18:45 – Ende Abschied und Einladung zum Herbstforum 2022 Die Veranstaltung wird live übertragen. Vor Ort können ca. 25 Personen teilnehmen. Dies hängt maßgeblich von den Covid-19-Maßnahmen ab. Bitte informieren Sie sich ggf. über Änderungen.
Literatur | Lesung

Death Slam!

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der FUNUS-Stiftung Auftretende: Jule Weber (Bochum) Deutschsprachige U20-Meisterin im Poetry Slam (2012) + Slam Poetin des Jahres 2019 de.wikipedia.org/wiki/Jule_Weber Nils Früchtenicht (Kassel) Hessischer Vize-Meister im Poetry Slam (2014) Finn Holitzka (Offenbach) Hessischer U20 Meister im Poetry Slam (2016) finnholitzka.com/about/ Veronika Rieger (Berlin) Hinnerk Köhn (Hamburg) Deutschsprachiger U20-VIZE-Meister im Poetry Slam (2013) Als featured Artist wird Leticia Wahl (Gewinnerin des online-Slams) mit dem Gewinnertext und Musik auftreten.
Literatur | Lesung

Ins Leere gelaufen

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

Wie ich meine Depression überwand und mich selbst neu kennenlernte Lesung und Musik mit Byung Jin Park Im März 2021 veröffentlichte Byung Jin Park, in den Sozialen Medien auch bekannt als herrpandabär, sein autobiographisches Buch "Ins Leere gelaufen". Im Rahmen der Ausstellung "Suizid – Let's talk about it!" liest er Passagen daraus vor und begleitet uns und unsere Gäste mit Ukulele und Gesprächen. Zum Buch: "Könnte es sein, dass Sie Depressionen haben?" Byung Jin Park ist perplex, eigentlich hatte der Jurist die Psychotherapeutin wegen einer ganz anderen Angelegenheit konsultiert. Doch nach diesem Gespräch muss er sich eingestehen, dass sie recht hat: Von erholsamem Schlaf träumt er schon lang nicht mehr, die Arbeitstage sind eine einzige Qual, sein Leben fühlt sich leer an. Als er sich Monate später vollständig im Leerlauf wiederfindet, beschließt er, sich endlich seiner Diagnose zu stellen und sich in stationäre Behandlung zu begeben. Langsam sucht er nach seinen Gefühlen und lernt dabei, seine Depression zu akzeptieren. Mit seinem bewegenden Bericht macht Park Betroffenen Mut, sich mit den eigenen seelischen Leiden auseinanderzusetzen, um wieder voll ins Leben zu finden. Byung Jin Park ist Rechtsanwalt und Syndikus. 1995 siedelte er mit seiner Familie aus Südkorea nach Deutschland über. Er bloggt bei nestchenliebe.de und twittert als @herrpandabaer unter anderem zum Thema Depression und offen über seine persönlichen Erfahrungen. www.byungjinpark.de www.twitter.com/herrpandabaer - @herrpandabaer www.instagram.com/herrpandabaer/ - @herrpandabaer www.anchor.fm/pandastisch - „Pandastisch!“
Literatur

Corona Fehlalarm?
Zahlen, Daten und Hintergründe. Zwischen Panikmache und Wissenschaft

Culturall.info - Buchtipps

COVID-19: Was ist wahr? Was ist Interpretationssache? Der Corona Faktencheck Kaum ein Thema dominiert unsere Zeit so sehr wie das Coronavirus und die dadurch ausgelöste Infektionskrankheit COVID-19. Eine Situation, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Pandemie eingestuft wurde. Dazu kursieren widersprüchliche Meinungen, Fake News und politisch gelenkte Informationen. Unterschiedliche Ansichten über die Gefahren durch die Pandemie führen zu tiefgehenden Disputen und sorgen für Verwirrung der Menschen. Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi und Prof. Dr. rer. nat. Karina Reiss klären mit diesem Buch sachlich auf – mit Daten, Fakten und Hintergründen. Vergleich des neuen „Killervirus“ mit früheren Coronaviren und dem Grippevirus: Wie groß ist die Gefahr wirklich?Corona-Situation in Deutschland: Was sagen R-Faktor, Infektionszahlen und Sterberaten, die das Robert-Koch-Institut (RKI) für Deutschland veröffentlicht, aus?Lockdown mit Kita- und Schulschließungen, geschlossenen Geschäften, Social Distancing und Maskenpflicht: Waren die radikalen Schutzmaßnahmen begründet?Gesundheitssystem in Deutschland: Droht eine Überlastung unserer Krankenhäuser und Intensivstationen?Kampf gegen das Coronavirus: Ist die Suche nach einem Impfstoff sinnvoll und wie sind die Erfolgsaussichten? Politikversagen und Meinungszensur in den öffentlichen Medien während der Epidemie Das RKI warnt - und die Bundesregierung folgt. Panikmache und Fake News durch Politiker und Virologen bestimmen den Umgang mit Corona. Die Medien betätigen sich als ihr Sprachrohr, statt aufzuklären. Kritische Stimmen werden diskreditiert. Dabei hat der Umgang mit der Krise dramatische Konsequenzen für die Wirtschaft und Gesellschaft! Kollateralschäden für alte Menschen, Kinder und chronisch Kranke werden hingenommen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zur Corona-Krise! Dieses Sachbuch bietet Ihnen wissenschaftlich fundierte Informationen und untermauerte Fakten.
Literatur

Wenn die Seele fliegen lernt

Culturall.info - Buchtipps

"Wenn die Seele fliegen lernt" ist kein Roman und keine esoterische Betrachtung, sondern eine Mischung aus Dokumentation und Sachbuch. Der Inhalt spiegelt auch einen bedeutsamen Teil der interessanten Lebensgeschichte der Autorin wider, wobei der Schwerpunkt der Geschichte auf den Erlebnissen und Erfahrungen des Protagonisten Werner als lebendiger Mensch, wie auch als Geistwesen außerhalb seines Körpers liegt. Die faszinierenden und teils unglaublichen Erlebnisse davor und danach führen zu einem beeindruckenden, erstaunlichen Fazit: Unser irdisches Leben hat einen Anfang und ein Ende, jedoch entsteht aus dem Ende ein neuer Anfang – eben jener Neu-Beginn in der geistigen Welt, die uns staunen lässt, da unser gesamtes Ich mit unseren Anlagen und Talenten nach wie vor vorhanden ist. Eine Geschichte, die berührt. Eine Geschichte, die Mut machen soll. Eine Geschichte, die zu einem unvorhersehbaren Happy End führt. Das Buch ist in dem angesprochenen Themenbereich an Aktualität kaum zu überbieten. Die letzte Sitzung mit dem Protagonisten mittels eines Mediums fand im Sommer 2017 statt.

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