Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm.
Hören Sie auch, wie die Bretter voller Ungeduld knarren? Spüren Sie, wie der Vorhang vor Erwartung zittert und die Lampen fiebrig vor Vorfreude knistern? Das kann nur eines bedeuten: Die neue Spielzeit steht bereit, und das muss mit einem grossen Fest gefeiert werden! Aber ein richtiges Fest braucht auch Gäste, und da kennen wir nur eine Devise: Je mehr, desto bunter! Darum bringen Sie mit, wen Sie kennen und mögen: Ob die Grossfamilie, die nette Nachbarin, die Yoga-Gruppe oder die Brieffreundin aus Andalusien – zu unserem Fest sind alle herzlich willkommen, auch Ihr Steuerberater. An Programm mangelt es nicht. Ob für Gross oder Klein, wir ziehen alle Register: Es erwarten Sie Konzerte, Mitmach-Workshops, Lesungen und natürlich erste Einblicke in die kommenden Produktionen. Beim Theaterfest lassen wir Sie für einmal auch hinter die Kulissen blicken, dorthin, wo die Magie ihren Anfang nimmt: Entdecken Sie auf Führungen die geheimen Winkel des Stadttheaters oder schauen Sie zu, wie in unserem offenen Atelier die Kostüme entstehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Wohlstand, Demokratie und Freiheit im Herzen Europas: Das ist die Schweiz! Doch das Bild trügt. Lange war die Schweiz das Armenhaus Europas. Und bis in die 1970er- Jahre gingen Behörden in der ganzen Schweiz im Namen von Recht und Ordnung gegen Personen vor, deren Lebensweise nicht der gesellschaftlichen Norm entsprach. Als «arbeitsscheu» und «liederlich» abgestempelt, wurden vor allem junge Frauen willkürlich in Heime eingewiesen – die Armut wurde bekämpft, indem man die Armen bekämpfte. Unter dem Deckmantel von «Erziehung» und «Therapie» zwang man sie zu harter Arbeit in der Landwirtschaft oder in Fabriken. Diese «Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» sind nicht nur Einzelschicksale, sondern betrafen Zehntausende und sind Teil eines kollektiven Traumas, das über Generationen nachwirkt.
Der Schweizer Autor Alexander Stutz hat Betroffenen zugehört, Archive durchforstet und daraus ein Stück entwickelt, das den Erinnerungen der Menschen ebenso nachhorcht wie dem Rhythmus der Maschinen in den Fabriken. Gleichzeitig entsteht das Porträt einer Gesellschaft, die allzu gerne Leid übersieht und akzeptiert, wenn es als nützlich, gerechtfertigt oder notwendig angesehen wird. Inszenieren wird die junge Regisseurin Amelie von Godin, die sich bereits mit der Uraufführung von Anaïs Clercs Schimmernde Schluchten in Bern vorgestellt hat.
Regie: Amelie von Godin
Austattung: Kristin Buddenberg
Musik: Christine Hasler
Licht: Reto Dietrich
Chor: Julia Kiesler
Dramaturgie: Krystian Podwórny
Termine
Fr 4.9.2026, 19:30 | Premiere
Sa 19.9.2026, 19:30
Mi 30.9.2026, 19:30und weitere Termine
Mi 7.10.2026, 19:30
Mi 14.10.2026, 19:30
So 8.11.2026, 18:00
nach Erzählungen von Adelheid Duvanel
In einer Bearbeitung von Eléonore Bonah und Maria Clara Castioni
Das Werk der Basler Schriftstellerin und Malerin Adelheid Duvanel zählt zu den wichtigsten literarischen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. In ihren sozialkritischen, miniaturartigen Erzählungen beschreibt sie mit grosser Genauigkeit und Empathie das Leben beziehungsweise Überleben derer, die an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden. Wir begegnen Träumenden, Drogenabhängigen, alleinerziehenden Müttern in prekären Verhältnissen, einsamen Aussenseiter*innen. Dabei steckt in ihren Texten immer beides: Sanftheit und Härte, Humor und Verzweiflung, Wünsche und Zumutungen, städtisches Milieu und magische Naturzustände. Und über all dem schwebt stets der stille Jubel, am Leben zu sein – dennoch, immer noch. «Vielleicht ist Duvanels Werk eine Art Schule der Vergebung», so die Literaturwissenschaftlerin Elsbeth Dangel-Pelloquin.
Die beiden Theatermacherinnen Eléonore Bonah und Maria Clara Castioni setzen sich mit dem Kosmos Duvanel auseinander und werden ihn dreisprachig zur Uraufführung bringen. Mit dieser Arbeit beenden sie ihre dreijährige Residenz an der Comédie de Genève. In Kooperation mit Bühnen Bern, dem LAC Lugano und der Comédie de Genève schaffen sie einen Raum für fröhlichen Widerstand gegen die Gewalt der Wirklichkeit.
Regie & Ausstattung: Eléonore Bonah, Maria Clara Castioni
Mitarbeit Kostüme: Giulia Marcotullio
Sounddesign: Rudy Decelière
Dramaturgie: Julia Fahle
In deutscher, französischer und italienischer Sprache mit Übertiteln
Koproduktion mit der Comédie de Genève und Tüdi Productions;
in Kooperation mit dem LAC Lugano
Mit Unterstützung des Prix Tremplin Leenaards / La Manufacture
Termine
Fr 18.9.2026, 19:30 | Uraufführung
So 20.9.2026, 18:00
Di 22.9.2026, 19:30und weitere Termine
Mi 23.9.2026, 19:30
Sa 21.11.2026, 19:30
So 22.11.2026, 18:00
Mo 28.12.2026, 19:30
Mi 30.12.2026, 19:30
Di 19.1.2027, 19:30
Mi 20.1.2027, 19:30
Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias
von Alexandre Dumas dem Jüngeren
Als der italienische Komponist Giuseppe Verdi sich 1853 entschloss, eine Kurtisane zur Heldin einer Oper zu machen, war dies mehr als aussergewöhnlich, ja gar ein Skandal. Inspiriert wurde Verdi zu seiner Oper La traviata von der wahren Lebensgeschichte der nur wenige Jahre zuvor verstorbenen Marie Duplessis – von Alexandre Dumas dem Jüngeren in seiner Kameliendame festgehalten. Wie bei Dumas geht es aber auch Verdi nicht um die Abbildung einer Realität, sondern um das Erzählen einer Geschichte, um die Gratwanderung zwischen Schicksalhaftigkeit und Selbstbestimmung. Dieser Gegensatz prägt auch Violetta, von Krankheit bereits schwer gezeichnet, die sich vom rauschenden Pariser Nachtleben nicht lossagen kann. In Alfredo und seiner tiefen Liebe scheint sich ein Ausweg abzuzeichnen – doch die gesellschaftliche Moral wird ihr zum Verhängnis. Während die Figuren im Walzerrhythmus durch die Pariser Gesellschaft tanzen, zeigt Violettas Schicksal, wie schwierig es ist, der eigenen Herkunft zu entkommen.
Nach seinen erfolgreichen Arbeiten Tosca sowie Hänsel und Gretel widmet sich Regisseur und Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt mit Verdis Erfolgsstück einem weiteren grossen Klassiker der Opernliteratur und schafft in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff ein Kaleidoskop von Erinnerungen. Wieder an seiner Seite: Opern-Chefdirigentin Alevtina Ioffe.
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln
Termine
So 6.9.2026, 11:00 | Matinee
Sa 19.9.2026, 19:30 | Premiere
Di 29.9.2026, 19:30und weitere Termine
So 11.10.2026, 18:00
So 25.10.2026, 18:00
Sa 31.10.2026, 19:30
So 29.11.2026, 16:00
Do 10.12.2026, 19:30
So 13.12.2026, 18:00
Mi 16.12.2026, 19:30
Fr 18.12.2026, 19:30
So 27.12.2026, 16:00
Do 31.12.2026, 18:00
Di 19.1.2027, 19:30
nach der Novelle von Heinrich von Kleist
in einer Fassung von Dorle Trachternach und Joanna Praml
Michael Kohlhaas ist hässig: An einer Grenze werden ihm seine wohlgenährten Pferde unter fadenscheinigen Vorwänden abgenommen. Was Kohlhaas ahnte, stellt sich später als wahr heraus: Der gesamte Vorgang war unrechtmässig. Doch damit nicht genug. Die Pferde wurden fast zu Tode geschunden und sein Knecht misshandelt. Kohlhaas will Gerechtigkeit! Statt auf Unterstützung stösst er jedoch auf einen korrupten Rechtsapparat und beginnt einen Rachefeldzug, der gewaltvoll eskaliert.
Als Kleist zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Novelle Michael Kohlhaas schrieb, hatte er mit dem Kaufmann Hans Kohlhase selbst einen historischen Unrechtsfall vor Augen. Doch egal welches Jahrhundert: Menschen wollen gehört und ernstgenommen werden! Nach dem Erfolg von Frühlingserwachen kommt das Team um Regisseurin Joanna Praml wieder nach Bern und fragt mit Berner Jugendlichen: Was macht uns heute wütend? Wie funktioniert ein Rechtsstaat? Wer bringt den Stein ins Rollen und wie wird daraus eine Revolution? Was ist der Unterschied zwischen Zivilcourage und zivilem Ungehorsam? Für was lohnt es sich zu kämpfen, was ist Radikalisierung, und ab wann ist es nicht mehr lustig?
Sa 10.10.2026, 19:30 | Uraufführung
So 18.10.2026, 18:00
Fr 30.10.2026, 19:30und weitere Termine
Di 3.11.2026, 19:30
Sa 7.11.2026, 19:30
Fr 13.11.2026, 19:30
Di 17.11.2026, 19:30
Do 19.11.2026, 19:30
Fr 18.12.2026, 19:30
Do 7.1.2027, 19:30
Sa 16.1.2027, 19:30
Di 23.3.2027, 19:30 | letzte Aufführung!
Tanzstück von Giuseppe Spota
mit einer Neukomposition für Orchester und Elektronik von Christof Littmann
In seiner abendfüllenden Choreografie bezieht sich der Choreograf Giuseppe Spota auf alte italienische Erzählungen, denen zufolge die Fee (ital. Fata) Morgana mit Luftspiegelungen Seefahrer oder auch Wüstenwanderer in die Irre führte. Nicht länger auf Mythen beschränkt, basiert ihre Magie heute auf Daten und Morgana residiert auf unseren Bildschirmen: In Feeds erzeugt sie als endloser Strom kuratierter Gegenwart die Illusion von Realität und Nähe. Giuseppe Spota zeigt uns eine Welt voller Täuschungen und spiegelt unsere digitale Ära, in der soziale Medien schleichend die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen lassen.
In einer extra für diesen Tanzabend in Auftrag gegebenen Komposition von Christof Littmann verschränken sich orchestrale mit elektronischen Klängen zu einer vielschichtigen, schillernden Klangwelt, in der mythische Tiefe und digitale Flüchtigkeit einander durchdringen. Ein Tanzabend, der akustisch und visuell die Figur der Morgana mit den zeitgenössischen Illusionen digitaler Medien verbindet.
Do 10.9.2026, 18:00 | Öffentliche Probe
Do 8.10.2026, 18:00 | Öffentliche Probe
Sa 17.10.2026, 19:30 | Uraufführungund weitere Termine
Sa 24.10.2026, 19:30
So 1.11.2026, 18:00
Fr 13.11.2026, 19:30
So 22.11.2026, 16:00
Di 24.11.2026, 19:30
Sa 28.11.2026, 19:30
Fr 11.12.2026, 19:30
Sa 12.12.2026, 19:30
Sa 19.12.2026, 19:30
nach den Romanen Sturz in die Sonne und Dorf im Himmel von Charles Ferdinand Ramuz
Deutsch von Steven Wyss, in einer Fassung von Felicitas Zürcher und Tilmann Köhler
Der Schriftsteller, Lyriker und Essayist Charles Ferdinand Ramuz, geboren in Lausanne, hat vor gut 100 Jahren zwei Romane geschrieben, die sich ebenso poetisch wie dringlich mit den berühmten letzten Fragen auseinandersetzen: Wofür lohnt es sich zu leben? Und wie stehen wir zu unserer eigenen Endlichkeit?
Der Hitzesommer 1921 inspirierte Ramuz zum Gedankenexperiment Sturz in die Sonne: Durch einen Unfall im Gravitationssystem wird die Erde immer heisser und rast unweigerlich auf ihr Ende zu. Damals wusste der Autor noch nichts vom Klimawandel, und dennoch verfasste er eine beinahe prophetische Studie über den Umgang der Menschen mit dem Tod. Dorf im Himmel dagegen liest sich als Utopie ebenso wie als Parabel auf die aktuelle Schweiz: Die Bewohner*innen eines kleinen Bergdorfes steigen aus ihren Gräbern und kehren zurück in ihre Leben – ohne Schmerzen, Sorgen, Krankheit oder Tod. Doch irgendwann schleichen sich Langeweile und Überdruss in dieses Paradies ein und drohen es zu zerstören. Obwohl Ramuz mehrmals als Literaturnobelpreisträger gehandelt wurde, ist er im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt: Beide Romane erschienen in den vergangenen Jahren zum ersten Mal auf Deutsch – in der Übersetzung des jungen Thuners Steven Wyss. Nach der Inszenierung Von schlechten Eltern 2021 kehrt der Regisseur Tilmann Köhler nach Bern zurück und bringt die beiden Romane als Doppelabend auf die Bühne.
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
«Viva la libertà!» singen die Protagonist*innen am Ende des ersten Aktes von Mozarts Dramma giocoso Don Giovanni. Doch was heisst Freiheit hier eigentlich? Ist es Giovannis Freiheit, jede Frau zu jedem Zeitpunkt hemmungslos zu begehren? Oder doch eher die aufklärerische Idee einer Gesellschaft ohne Ständeschranken? Und wie frei sind die Menschen, die sich gegen ihre innere Abhängigkeit von Giovanni zu wehren versuchen?
Mozart hat mit Lorenzo Da Ponte einen Blick in die Herzen der Menschen gewagt und dort Hoffnung, Schmerz, Begehren, Geist und Witz gefunden. Die Musik macht die Menschen reich und pur zugleich – beste Voraussetzungen für den Regisseur Árpád Schilling, der sich ganz der Psychologie und dem Spiel der Darsteller*innen widmet. Es ist ein Stück auch für das Berner Opernensemble, das sich zusammen mit unserer Opern-Chefdirigentin Alevtina Ioffe auf die Suche nach der Freiheit in der Partitur begibt.
Musikalische Leitung: Alevtina Ioffe
Regie: Árpád Schilling
Bühne: Juli Balázs
Kostüme: Axel Aust
Choreografie: Craig Davidson
Dramaturgie: Rainer Karlitschek
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln
Termine
So 8.11.2026, 11:00 | Matinee
Sa 14.11.2026, 19:30 | Premiere
Di 17.11.2026, 19:30und weitere Termine
Sa 21.11.2026, 19:30
So 20.12.2026, 18:00
Mi 27.1.2027, 19:30
So 28.2.2027, 16:00
Mi 10.3.2027, 19:30
Fr 12.3.2027, 19:30
Di 13.4.2027, 19:30
nach dem Kriminalroman von Friedrich Glauser Schauspiel mobil / Open-Air Theater
Wachtmeister Studer von der Kantonspolizei will den gerade verhafteten Erwin Schlumpf in seiner Zelle noch einmal besuchen. Doch der hängt schon leblos an den Gitterstäben! Studer kann ihn gerade noch herunterholen und wiederbeleben. Er glaubt nicht an Erwin Schlumpf als Täter, macht sich daran, den Mordfall Wendelin Witschi aufzuklären – und bekommt es mit einem ganzen Dorf zu tun.
Der Schweizer Autor Friedrich Glauser verfasste die fünf Wachtmeister-Studer-Krimis in den letzten drei Jahren seines Lebens – geprägt von Entmündigung, Drogenabhängigkeit und Internierungen in psychiatrischen Anstalten – und begründete damit seinen literarischen Ruhm. Nach Romeo und Julia spielt das Schauspiel Bern auch im kommenden Sommer wieder Open Air in der Villa Morillon, wo Wachtmeister Studer, knorrig und unerschrocken, zu ermitteln beginnen wird – und von wo aus sich das «Schauspiel-Mobil» mit einer weiteren Produktion aufmacht, um in Gerichtssälen, Schulaulas, Hotels oder Gemeindesälen zu gastieren.
Regie: Jonathan Loosli
Bühne: Konstantina Dacheva
Kostüme: Dominique Steinegger
Dramaturgie und Fassung: Felicitas Zürcher
Outside eye: Roger Vontobel
Ca. 1h 30
Schweizerdeutsch und Hochdeutsch
Termine
Do 27.8.2026, 19:30
Fr 28.8.2026, 19:30
Ort
Villa Morillon
Tresorplatz Morillonstrasse 45
CH-3007 Bern
Drei Physiker leben zurückgezogen von der Welt in einer verlotterten Villa: Einstein, Newton und Möbius. Die Villa gehört zum privaten Sanatorium Les Cerisiers, geführt von der ebenso reizenden wie fürsorglichen Frau Doktor Mathilde von Zahnd. Doch dann geschehen innerhalb kürzester Zeit mehrere Morde. Ein Kriminalinspektor beginnt zu ermitteln, und die Tarnung aller Beteiligten fliegt auf.
«Es gibt keine Möglichkeit, Denkbares geheim zu halten», schrieb Dürrenmatt in den 50er-Jahren unter dem Eindruck der Entwicklung der Atombombe und erschuf in der Folge seinen Physiker Möbius: Der Entdecker der potenziell zerstörerischen Weltformel versteckt sich unter der Maske eines verrückten Wissenschaftlers und versucht so, seine Erfindung vor der Menschheit zu verbergen. Mit der 1962 uraufgeführten Kriminalkomödie Die Physiker fragt Dürrenmatt nach dem Verhältnis von Forschung und Verantwortung. Was, wenn Wissenschaft in den Fokus politischer Interessen gerät? Wenn Erfindungen nicht mehr zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden, sondern zu deren Zerstörung? In Zeiten militärischer Aufrüstung im In- und Ausland und rasanter Entwicklung von KI bringen wir die Inszenierung von Mathias Spaan aus der Spielzeit 2023/24 zurück ins Stadttheater.
Regie: Mathias Spaan
Bühne: Anna Armann
Licht: Bernhard Bieri
Kostüme: Dominique Steinegger
Musik: Tom Gatza
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
Termine
Mi 26.8.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
So 6.9.2026, 18:00
Fr 18.9.2026, 19:30und weitere Termine
Mi 21.10.2026, 19:30
Do 22.10.2026, 19:30
Do 5.11.2026, 19:30
Fr 15.1.2027, 19:30
Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini
Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach Victorien Sardou
«Vissi d’arte, vissi d’amore» – «Für die Kunst habe ich gelebt und für die Liebe.» In einer Polizeidiktatur kämpft die Sängerin Floria Tosca um ihre grosse Liebe, den Maler Cavaradossi. Als der skrupellose Polizeichef Baron Scarpia sowohl Cavaradossi als auch sie selbst bedroht, scheut sie vor dem Äussersten nicht zurück und tötet den Widersacher. Das Glück mit ihrem Liebhaber bleibt ihr trotzdem verwehrt, denn der lange Arm des Polizeichefs reicht über dessen Tod hinaus: Cavaradossi wird erschossen und Tosca stürzt sich in den Tod. Giacomo Puccini war bei einer Aufführung von Sardous Theaterstück – obwohl er kein Wort des französischen Textes verstand – so von Sarah Bernhardt als Titelheldin hingerissen, dass er sogleich zu komponieren begann. Mit der Uraufführung der Oper im Januar 1900 begann die Erfolgsgeschichte von Puccinis bis heute meistgespieltem Werk, in dem er grossen Gefühlen wie eindringlicher Dramatik Raum gibt und schwelgende Melodien neben eine ungewohnt explizit vertonte Brutalität stellt. Bisher hat sich Raimund Orfeo Voigt in der Opernwelt mit seinen ebenso bildmächtigen wie scharf geschnittenen Bühnenbildern einen Namen gemacht – für die Bühnen Bern wird er nun das erste Mal eine Oper inszenieren.
Der Regenbogenvogel ist ein sehr besonderer Vogel mit einem prachtvollen Gefieder in allen Farben des Regenbogens. Doch leider ist er fast ausgestorben. Um ihn zu retten, muss die Professorin Fieder, die ihr Leben der Rettung von seltenen Vogelarten widmet, unbedingt einen zweiten Regenbogenvogel finden. Dabei helfen ihr Kim und Karl. Die beiden Kinder begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, bei der sie die gesamten Farben des Regenbogens entdecken und fröhlichen Hausvögeln, majestätischen Unterwasservögeln und leuchtenden Lampenvögeln begegnen – und ganz bestimmt auch dem Regenbogenvogel!
Lisa-K. Breuer, bereits für unser Kinderstück Frederick mitverantwortlich, wird das Bilderbuch der gefeierten norwegischen Bilderbuchautorin und Illustratorin Nora Brech für alle Menschen ab 4 Jahren auf die Bühne bringen: Es wird bunt und vogelwild.
Regie. Lisa-K. Breuer
Bühne. Sophie Lindt
Kostüme. Corinne Krähenbühl
Licht. Reto Dietrich
Choreografie. Danique de Bont
Dramaturgie. Krystian Podwórny
Relaxed Performance
Ab 4 Jahren
ca. 40 Minuten
Anmeldung für Schulklassen: +41 31 329 52 52
Termine
Di 13.10.2026, 10:00 | Wiederaufnahme
So 25.10.2026, 16:00
Mo 26.10.2026, 10:00und weitere Termine
Di 27.10.2026, 10:00
So 15.11.2026, 16:00
Mo 16.11.2026, 10:00
Di 17.11.2026, 10:00
Mi 23.12.2026, 10:00
Scharf ist Cyranos Degen, sein Regiment gefürchtet, er ist intelligent, witzig und schlagfertig. Vor allem ist er jedoch ein Künstler der Worte und Reime: Wenn er dichtet, liegt ihm die Welt zu Füssen. Wenn da nur nicht diese grosse Nase wäre. Sie hindert ihn daran, der schönen Roxane seine Liebe zu gestehen, die ihrerseits aber dem durchaus attraktiven Christian de Neuvillette verfallen ist. Was sie dabei nicht weiss: Die herzzerreissenden Liebesbriefe Christians entstammen nicht dessen eigener Feder, sondern der seines Freundes und Kollegen Cyrano …
Wofür werden wir geliebt? Und wer oder was definiert unsere Sexyness? Der Kampf um Anerkennung und Liebe durch ein attraktives Äusseres lässt wohl niemanden kalt. Ganze Industriezweige sind darauf ausgerichtet, dass sich Menschen schöner und sexyer fühlen und daraus einen grossen Teil ihres Selbstwerts beziehen. Doch verspricht Schönheit auch Glück? Cyrano de Bergerac berührt eine wohl universelle Sehnsucht: den Wunsch, um unserer selbst willen geliebt zu werden.
Mit Witz, Wort- und Waffengefecht und einer guten Prise Romantik bringt Regisseur und Schauspieler Wolfgang Michalek die Geschichte um die tragischen Liebenden und die Frage nach dem Kapital der Schönheit auf die Bühne.
Regie: Wolfgang Michalek
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüme: Maja Lipinski
Licht: Rolf Lehmann
Dramaturgie: Krystian Podwórny
Live-Musik: Max Braun
ca. 1h 45min ohne Pause
Termine
Di 27.10.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
Fr 6.11.2026, 19:30
Do 12.11.2026, 19:30und weitere Termine
Fr 20.11.2026, 19:30
So 22.11.2026, 16:00
Di 29.12.2026, 19:30
Endlich ist sie da, die Jagdlizenz für das Spitzmaulnashorn, für die Hunter White auf dem Schwarzmarkt eine unanständige Summe bezahlt hat. Um Geld geht es ihm nicht, er ist beglückt von dem Gedanken, endlich die Nummer Fünf seiner Big Five zu erjagen und als Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Doch dann geht alles schief, und Wilderer erlegen das für ihn vorgesehene Nashorn. Als der Betreiber der Luxus-Lodge mitten in der Steppe die komplexen Fragen um Artenschutz, Tourismus und Jagd mit dem Schutz von Minderheiten vergleicht, gerät der weisse Jäger in einen verstörenden Fiebertraum. Hat er wirklich das Angebot erhalten, statt des Nashorns die Big Six zu verfolgen, die Jagd auf einen Menschen? Im Gewand eines Thrillers wirft die belgische Drehbuch- und Romanautorin Gaea Schoeters einen Blick auf die postkoloniale Welt und die komplexen Fragen von Herrschaft, Macht und Menschlichkeit und hinterfragt gleichzeitig die unverändert präsenten Stereotype, mit denen der Westen auf «Afrika» blickt. Der Berner Schauspieldirektor Roger Vontobel wird Gaea Schoeters aufwühlenden Roman als Oratorium und Abgesang auf die Vorherrschaft des weissen Mannes auf die Bühne bringen.
Nach dem Roman von Gaea Schoeters
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Jana Findeklee & Joki Tewes
Musik: Matthias Herrmann
Choreografie: Emma Murray
Lichtdesigner: Michael Gööck
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
ca. 1h 45min ohne Pause
Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Termine
Mi 11.11.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
Mi 18.11.2026, 19:30
Di 24.11.2026, 19:30und weitere Termine
Bühnen Bern bietet verschiedene Führungen an, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen und die Arbeit unseres Vierspartenhauses erlebbar machen. Entdecken Sie die spannende Welt von Schauspiel, Oper, Tanz und Konzert aus einer neuen Perspektive:
Termine
Sa 17.10.2026, 11:00
Sa 21.11.2026, 11:00
Sa 9.1.2027, 11:00und weitere Termine
Für unsere kleinen Besucher*innen bieten wir Kinderführungen an. Tauch mit deiner ganzen Familie ein in die Theaterwelt – begib dich mit Hanna und Lukas auf die Suche nach Mias Spitzenschuhen und lerne das Theater von einer anderen Seite kennen. In der Requisite wird gestöbert, es werden Perücken anprobiert, die Schneiderei hat Stoffstücke für ein eigenes Kostüm bereit – wer weiss, vielleicht kannst du auch bei einer Probe dabei sein...
Termine
Sa 7.11.2026, 11:00
Sa 12.12.2026, 11:00
Sa 19.12.2026, 11:00und weitere Termine
Do 24.12.2026, 11:00
Sa 16.1.2027, 11:00
Sa 6.3.2027, 11:00
Sa 3.4.2027, 11:00
Sa 17.4.2027, 11:00
Sa 24.4.2027, 11:00
Sa 8.5.2027, 11:00
Sa 29.5.2027, 11:00
Ort
Stadttheater Bern
Ganzes Haus Kornhausplatz 20
CH-3011 Bern
Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm. Theaterkasse :
Tel. +41 (0)31-329 52 52
Email: kasse@buehnenbern.ch